Cover des Buches 'Im Dschungel der Gesetze'

Das Verlagsprogramm

Der Verlag für Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit mit Fachlektorat arbeitet mit erfahrenen Autoren zusammen, die über praktische Erfahrung und fundiertes Grundlagenwissen aus dem Bereich Medien und Kommunikation verfügen.

Er bringt Grundlagenwerke der Public Relations ebenso wie Fachbücher zur Öffentlichkeitsarbeit einzelner Branchen heraus und richtet den "Public Relations Book Award" aus. Die Bücher sind fachlich fundiert, klar strukturiert und bieten nutzwertorientierte Anhänge. Allen, die Öffentlichkeitsarbeit / Public Relations realisieren, bieten sie praxisrelevante Informationen und Ideen, sind ihnen Nachschlagewerk und Leitfaden. Gemäß dem Verlagsmotto "Faire Kommunikation fördern" erscheinen die Bücher parallel als blindengerecht aufbereitete Text-CD-ROM.

Verlegerin Viola Falkenberg

Verlegerin Viola Falkenberg, Lic. rer. publ.

Das Interview

"Faire Kommunikation fördern" als Leitmotiv

Annika Heilgenberg: Welche Idee steckt hinter Ihrem Verlagsmotto "Faire Kommunikation fördern"? Viola Falkenberg: Damit PR-Fachkräfte unter Zeitdruck den mitunter widersprüchlichen Anforderungen gerecht werden können, müssen sie nicht nur verschiedene Arbeitstechniken beherrschen, sondern auch Gesetze und Kodizes berücksichtigen. Um mit allen Dialoggruppen fair kommunizieren zu können, sind also ethische Grundsätze einzuhalten. Gleichzeitig benötigen PRler eine solide Arbeitsbasis durch fundierte und branchenspezifische Fachinformationen. Diese möchte ich mit den praxisrelevanten Büchern meines Verlags zur Verfügung stellen. Konkret bedeutet dies, dass darin auch erläutert wird, warum und wie Nutzungsrechte einzuholen sind und warum die Grenze zwischen PR und Werbung stets eingehalten werden sollte. Das Leitmotiv bedeutet dabei auch, dass Auftraggeber beispielsweise nicht durch hohe Honorare für überdimensionierte Konzepte 'gemolken' werden.

Warum erscheinen alle Fachbücher Ihres Verlags parallel als CD für Blinde? Die "Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte" führt seit einigen Jahren eine Ausbildung zur PR-Fachkraft für Sehgeschädigte durch. Da bot es sich an, die Fachbücher des Verlags in Kooperation als blindengerecht aufbereitete CD-ROM anzubieten. Die stehen damit sowohl für die Ausbildung als auch für die autodidaktische Weiterbildung von Blinden und Sehgeschädigten zur Verfügung. Denn natürlich suchen auch diese aktuelle Fachliteratur für ihre berufliche Tätigkeit.

Inwiefern sind die Bücher Ihres Verlags praxisrelevant? Sie basieren zunächst auf den langjährigen PR-Erfahrungen der Autoren, die mit erprobten Beispielen und Checklisten Quereinsteigern ebenso wie ausgebildeten PRlern das fundierte Arbeiten erleichtern. Zudem bieten die Anhänge Materialien, die direkt verwendet werden können - wie Auszüge aus Gesetzen, Vertragsmuster oder kommentierte Auswahlbibliografien. Die branchenspezifischen Bücher sollen außerdem alle für die praktische PR-Arbeit relevanten Aspekte berücksichtigen. PR-Fachkräfte und Pressesprecher müssen somit - auf der Suche nach Informationen zur PR-Arbeit in ihrer Branche - nicht mehr verschiedene Bücher unter anderem zu den PR-Grundlagen, dem Handwerkszeug und den Gesetzen lesen.

Thema des Buches "Zu alt? Abgelehnt!" ist die Alterdiskriminierung. Wie passt das in Ihr Verlagskonzept? In dem Buch geht es um ein aktuelles Tabuthema der Gesellschaft, um das älterwerden und den Umgang mit dem Alter. Das Verhältnis zwischen älteren Menschen, den Medien und der Gesellschaft wird sich auch auf künftige PR-Themen auswirken - und nicht nur ein zunehmend wichtiges Thema in der Werbewirtschaft sein. Ich finde: Ein Fachverlag für Public Relations sollte das im Programm berücksichtigen.

Sie war über zehn Jahre als Journalistin tätig und führen heute einen Verlag mit dem Schwerpunkt Public Relations. Welche ähnlichkeiten haben die beiden Bereiche für Sie? Zunächst einmal haben sie unterschiedliche Ziele. Eine Abgrenzung ist zum Beispiel die, dass PRler Kommunikation organisieren, während Journalisten durch Informationen zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen. Unterschiede gibt es auch im Handwerkszeug: Liegt ein Schwerpunkt der Journalisten eher beim Recherchieren und Schreiben aktueller Themen, liegt dieser bei PR-Fachkräften eher beim Realisieren mittelfristig wirkender Konzepte. Parallel bestehen in den Arbeitstechniken aber auch große ähnlichkeiten, beispielweise wenn mit einer journalistisch geschriebenen Presseerklärung oder einem Zeitungsbericht über Medienrelevantes informiert werden soll. Gemeinsamkeiten gibt es aber nicht nur bei der Pressearbeit. So müssen PRler für eine Broschüre Texte schreiben und redigieren, Bilder beschaffen und auswählen sowie Layoutvorgaben beachten. Sie müssen also dieselben Arbeiten beherrschen und erledigen wie Journalisten, die beispielsweise die Sonderbeilage eines Printmediums erstellen. Nicht zuletzt überschneiden sich außerdem die Gesetze und Kodizes, die bei der Arbeit zu berücksichtigen sind.

© Viola Falkenberg Verlag, 2007

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